Draft for Comments Kopfdaten
Herausgeberin: Forschungsstelle Digitale Ökonomie (Digi-Oek.ch)
DfC 1003
Kategorie: (3) Information
Autorinnen, Autoren, Mitarbeit (DfC 1003):
Redaktion: wue
Status: Entwurf
Aktuelle Version 0.4.0, Datum 2021-09-10
Datum erste Version: 2020-04-24
DOI:
Permalink: www.digi-oek.ch/dfc/dfc1003/
Änderungsprotokoll: /dfc1003-changelog.txt


  1. Einleitung
  2. Geltungsbereich
  3. Allgemeine Texte, Beiträge, Kommentare
    1. Redaktion
    2. Individuelle Autorschaft
    3. Benutzername, Künstlername, Pseudonym
  4. Allgemeine Überlegungen besonders für «Draft for Comments» (DfC) und “Papers”
    1. Namensnennung und Anerkennung als Mitverfasser-/in
    2. Anerkennung als Kommentator und Beitragender
  5. Kommentieren dieses DfC
  6. Lizenz
  7. Weiterführende Informationen
  8. Referenzen

Einleitung

Dieses Dokument diskutiert die Frage, wann, ob und wie Autorinnen und Autoren erwähnt, ihre Arbeit, ihr Beitrag oder ihre Kommentare angerechnet werden (Anerkennung als Mitverfasser).

Dieser DfC ist in einem frühen Entwicklungsstand. Kommentare mit Verbesserungsvorschlägen sind besonders erwünscht.

Geltungsbereich

Ursprünglich bezog sich die Frage nach der Anerkennung oder Nennung der Autorschaft, insbesondere von verschiedenen Beitragenden und Kommentierenden, auf «Draft for Comments» (DfC) der Forschungsstelle Digitale Ökonomie (Digi-Oek.ch).

Die in diesem DfC diskutierten Fragen und vorgeschlagenen Antworten können für verschiedenste Texte und Beiträge wie beispielsweise Blog-Beiträge zutreffen. Ebenso können sie in mancherlei Gebieten, hauptsächlich in Forschungsbereichen oder bei Personen, die der Forschung nahestehen, interessant sein: überall dort, wo Sachlichkeit im Vordergrund steht.

Ebenso wie das DfC-Prinzip darf auch dieser DfC auf Organisationen übertragen werden, die «Draft for Comments» (DfC) oder ähnliche Prinzipien anwenden.

Allgemeine Texte, Beiträge, Kommentare

Bei allgemeinen Texten, Meinungs- und weiteren Beiträgen, Kommentaren, Weblog- oder Blog-Beiträgen, -Einträgen oder Posts (Postings) kann unterschiedlich mit der direkten oder indirekten Nennung von Verfasserinnen oder Verfassern umgegangen werden.

Redaktion

Kommunikationsmittel, die “auf breite Kreise der Bevölkerung einwirk[en]” (Massenmedien),1 scheinen Personalisierungs-Trends zu unterliegen: Die Autorschaft, eine oder mehrere Personen, werden oft nicht nur mit einem Kürzel, sondern nicht selten persönlich, mit Foto und Namen hervorgehoben.

Hingegen gibt es auch im Bereich Massenmedien Texte und Beiträge ohne persönlich in den Vordergrund gerückte Autorschaft: etwa von der nicht näher spezifizierten Redaktion verfasste Beiträge oder Agenturmeldungen. Nachrichtenagenturen verfassen ihre Texte, so der nicht näher untersuchte Eindruck, primär nicht namentlich bzw. ohne Angabe der Autorschaft.

Wo

  • Sachlichkeit im Vordergrund steht,
  • die Redaktion als “Gesamtheit der Redakteure”2 oder als Vertretung einer Organisation oder
  • die Meinung einer Organisation oder eines Mediums oder von Medien gemeint ist,

dürfte die Nicht-Personalisierung passend sein. Die Person soll hier gerade nicht im Vordergrund stehen.

Individuelle Autorschaft

Nebst dem erwähnten “Prinzip Redaktion” gibt es gute Gründe, individuelle Autorschaft zu nennen oder zu anerkennen. Meinungsbeiträge werden wohl häufig explizit im Namen der Verfasserin oder des Verfassers veröffentlicht, insbesondere auch dann, wenn bei einem Projekt Sachlichkeit im Vordergrund steht. Gegenteilige Gründe werden unter “Redaktion” oder nachfolgend angeführt.

Benutzername, Künstlername, Pseudonym

Nicht alle persönlichen Publikationen wie beispielsweise Blogs – vermutlich die Minderheit – dürften eine hohe Bekanntheit erreichen. Insofern ist etwa bei persönlichen Blogs oder bei Benutzer-/innen eines Sozialen Netzwerks die Frage wahrscheinlich selten relevant, ob die Autorin oder der Autor ein Kürzel, einen Benutzernamen oder Usernamen, einen Künstler-/innennamen oder ein Pseudonym verwendet. Mit zunehmender Bekanntheit oder bei sich entwickelnden Kontroversen wird scheinbar wichtiger, wer dahinter steht.

Es kann argumentiert werden, dass sich durch die Erkenntnis, die Autorin oder den Autor vermeintlich zu kennen, per se wohl wenig ändert. Anders sieht es aus, wenn die Autorschaft zuvor oder daneben eine Öffentlichkeitswirkung hat/hatte. Ansonsten könnte eine bekannte Persönlichkeit Gründe haben, sich teilweise pseudonym oder aber stets mit vollem Namen zu äussern.

Allgemeine Überlegungen besonders für «Draft for Comments» (DfC) und “Papers”

Namensnennung und Anerkennung als Mitverfasser-/in

Die Nennung von Autorinnen und Autoren, Co-Autorinnen und Mitverfasser eingeschlossen, sollte im Rahmen erfolgen, wie sie bei Papers üblich sind:

  • bei eingereichten Texten, die als DfC akzeptiert werden,
  • bei Texten, die als Papier bzw. Artikel ausserhalb des DfC-Prozesses veröffentlicht werden,
  • bei Kommentaren im Rahmen des DfCommenting-Prozesses gemäss separatem Abschnitt weiter unten.

Noch nicht ausdiskutiert und vorläufig nicht ganz befriedigend geregelt ist die explizite Namensnennung bei DfC, Nachrichten oder Arbeiten, welche aus dem Projektumfeld der Organisation, hier von Digi-Oek.ch, stammen. Demnach wird unterstellt, dass diese Frage nicht immer so offensichtlich sei, wie sie erscheinen mag.

Derzeit wird erwogen:

  • Im Normalfalls und wenn (Co-) Autorinnen und Autoren zustimmen, wird eine Nennung als wünschenswert erachtet.
  • Die in der Wissenschaft nicht immer unbedeutende Reihenfolge von Mitverfasserinnen und Mitverfassern dürfte hier weniger wichtig sein und soll im gemeinsamen Einvernehmen festgelegt werden.
  • Wenn Autorinnen und Autoren dies lieber nicht wünschen, wird auf deren Nennung verzichtet. Diesen Fall gibt es beispielsweise dann, wenn eine Veröffentlichung im Namen der Organisation, hier von Digi-Oek.ch, erfolgt bzw. akzeptiert wird.
  • Ein Kürzel ist tolerierbar.
  • Bei Unklarheit oder bei allen anderen Texten ausserhalb der DfC wird der Abschnitt “Allgemeine Texte, Beiträge, Kommentare” sinngemäss beachtet.

Für eine differenzierte Nennung spricht, dass

  • die explizite Nennung von Autorinnen und Autoren nicht immer (vielleicht sogar selten) einen Mehrwert bringt, beispielsweise wenn sie eher unbekannt sind,
  • eine Veröffentlichung häufig eher im Sinne und Namen des Projektes sein kann und weder ausdrücklich von einer Urheberin oder einem Urheber stammen muss noch explizit in deren Namen erfolgen muss.
  • die häufige explizite Namens-Nennung im Journalismus eher ein neueres Phänomen zu sein scheint. Der Vergleich dürfte hier begrenzt, aber sinngemäss, zutreffen. Es gibt offenbar immer noch Veröffentlichungen, bei denen unpersönliche Urheberinnen wie beispielsweise eine Nachrichtenagentur erwähnt werden.
  • gelegentlich Schriftstücke (Papers) anonym oder pseudonym veröffentlicht werden, vermutlich zum Schutz der Autorschaft.3

Daraus folgern wir vorläufig: Die Personalisierung oder personifizierte Äusserung, die anderswo sinnvoller sein mag, soll hier gerade nicht im Vordergrund stehen.

Anerkennung als Kommentator und Beitragender

Ob jemand beim DFC-Kommentier-Prozess einen namhaften Beitrag leistet, um als Mitverfasserin oder Mitverfasser zu gelten, dürfte schwierig zu bestimmen sein.

Empfehlung: relativ unkompliziert und im Konsens bestimmen. Demnach kann es sinnvoll und motivierend sein, in den

  • “Draft for Comments Kopfdaten”

unter

  • “Autorinnen, Autoren, Mitarbeit (DfC 1003)”

die beitragenden Kommentatorinnen und Kommentatoren zu erwähnen. Personen können mit Kürzeln oder Namenszeichen, welche durch die Beitragenden bestimmt werden (beispielsweise 3-Buchstaben-Kürzel) statt mit den vollen Namen erwähnt werden. Dies soll möglichst einheitlich sein pro DfC. Aber auch eine Mischung aus Namen und Kürzeln ist möglich.

Fazit: Die Empfehlung lautet vorläufig,

  • die Namen oder Kürzel im Sinne des Abschnitts “Namensnennung und Anerkennung als Mitverfasser-/in” für die DfC-Autorinnen und Autoren
  • und die Kürzel für Kommentatorinnen und Kommentatoren

zu verwenden.

Kommentieren dieses DfC

Dieser DfC kann auf der Mailingliste (Einstiegsseite) dieses Projektes Digi-Oek.ch kommentiert werden: https://www.digitale-oekonomie.ch/mailman/listinfo/dfc_digi-oek.ch_digitale-oekonomie.ch

Zeitraum, Fristen: Kommentierung unbegrenzt möglich

Lizenz

Die Inhalte dieses DfC stehen unter der Lizenz CC BY-SA 4.0[^1]. Weitere Informationen können im DfC 1001 nachgelesen werden.

Weiterführende Informationen

Referenzen

  1. “Massenmedium” in: Duden, <https://www.duden.de/rechtschreibung/Massenmedium> 

  2. “Redaktion” Bedeutung 2. a) in: Duden, <https://www.duden.de/rechtschreibung/Redaktion> 

  3. Ob eine Institution wie eine Hochschule im Einzelfall anonyme Papers aktiv toleriert, ist unbekannt und wurde nicht untersucht. Im Forschungsbereich “Digital” oder “Informations- und Kommunikationstechnologie” wurde mindestens ein als explizit “anonym” herausgegebenes Paper beobachtet, das mehr oder weniger direkt von einer mit einer Hochschule assoziierten forschenden Person stammt.